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15.12.2008 - 16:27 Uhr

Ausgezeichnete Arbeit für Benachteiligte: Medica Mondiale erhält „Alternativen Nobelpreis“

Kölner Organisation erhält als zweiter Kunde der CIWI GmbH die begehrte Auszeichnung für ihr Engagement für benachteiligte Frauen

Mit der Aktivistin Monika Hauser, Gründerin und Leiterin der Kölner Nichtregierungsorganisation medica mondiale, wird jetzt der zweite Kunde der CIWI GmbH für seine internationale Hilfsarbeit ausgezeichnet. Medica mondiale – geleitet von Frauen für Frauen in Krisengebieten – entstand 1993 aus einer Initiative deutscher Frauen zur Hilfe von durch die Kriegsereignisse auf dem Balkan in Not geratene Frauen in Bosnien.


Quelle: Medica Mondiale

Quelle: Medica Mondiale
In der Begründung der Verleihung des Preises durch die schwedische Right Livelihood Foundation heißt es: "Die Gründerin des Vereins medica mondiale wird ausgezeichnet für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen." Der Preis wird am 8. Dezember im schwedischen Reichstag in Stockholm vergeben.

Mit Monika Hauser erhält nach Ibrahim Abouleish, Gründer der ägyptischen SEKEM-Initiative, bereits der zweite Kunde und Partner der CIWI GmbH den renommierten Preis, der besondere Initiative und innovative Lösungen für herausragende soziale und umweltbezogene Probleme auszeichnet. Ibrahim Abouleish erhielt den Preis 2003 für sein Engagement für die menschliche Entwicklung in Ägypten, die soziale mit unternehmerischer Entwicklung in einem ganzheitlichen Konzept verbindet.

Monika Hauser sieht in der Auszeichnung vor allem eine Ehrung medica mondiales. Deren Arbeit zielt auf die Entwicklung möglichst selbständiger, lokal aktiver Frauengruppen. Projekte werden von Deutschland aus betreut, die Gruppen arbeiten vor Ort jedoch mit einem größtmöglichen Maß an Eigenständigkeit. Auf der Grundlage eines individuellen Entwicklungskonzepts entstand auf dem Balkan so Medica Zenica, eine lokale Organisation, die sich um die Belange traumatisierter Frauen kümmert. Das Preisgeld soll laut Monika Hauser in großen Teilen Medica Zenica zugute kommen.

Medica mondiale hat für die Trauma- und Kriegsfolgenarbeit ebenfalls ein integratives Konzept entwickelt. Es umfaßt unter anderem medizinische Hilfe, psychosoziale und psychotherapeutische Unterstützung oder die Bereitstellung eines sicheren Wohnraums und einer Ausbildung. Außerdem setzt sich das Team von medica mondiale für Menschenrechte und Gerechtigkeit ein.


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